Orientierung und Mobilität

Orientierung und Mobilität ist ein im Bildungsplan für Blinde und Sehbehinderte verankerter Bildungsbereich und zieht sich durch alle Bereiche des Unterrichts und des Schullebens hindurch. Unsere hochgradig sehbehinderten und blinden Schüler erhalten je nach individuellen Voraussetzungen in Einzelfördersituationen Training zur Orientierung im Klassenzimmer, Schul- oder Internatsgebäude, auf dem Schulgelände oder in Waldkirch. Die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und die Orientierung an Haltestellen und Bahnhöfen gehört für manche ebenso zu diesem Training.

Das Training kann mit und ohne spezielle Hilfsmittel durchgeführt werden. Für viele sehbehinderte Schüler ist es hilfreich, zum Beispiel ein Monokular (kleines Fernrohr), Tablet-PC oder eine Digitalkamera zu verwenden. Blinde Schüler werden darin geschult, zur selbständigen Fortbewegung einen Blinden-Langstock zu benutzen, und ihre anderen Sinne einzusetzen und sich so eine „innere Landkarte“ aufzubauen.

Im schulischen Rahmen erfolgt eine Umsetzung dieses Bildungsbereichs im alltäglichen Unterricht und ggfs. in der Einzelförderung durch eine Lehrkraft mit einer Zusatzqualifikation für Orientierung und Mobilität. Im Internat wird mit den Kindern und Jugendlichen je nach individuellen Voraussetzungen ein Ausgehtraining absolviert, um sie zu befähigen, sich selbständig auf dem Schulgelände und in Waldkirch zu bewegen.

Für die Förderung im häuslichen Umfeld kooperieren wir mit außerschulischen Partnern, den Fachkräften für Rehabilitation im Bereich Orientierung und Mobilität.

Christiane Lehmann

Wer will mit nach Freiburg fahrn?

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