Unterstützte Kommunikation

Der folgende Beitrag ist von Anika aus dem Monokel Winter 10/11. 
Anika hat inzwischen unsere Schule verlassen. Der Artikel zeigt aber nach wie vor sehr anschaulich, was unter Unterstützter Kommunikation, abgekürzt UK, zu verstehen ist...

Anika berichtet, was es heißt, nicht sprechen und sich doch mitteilen zu können...

Hallo, ich heiße Anika. Ich bin 17 Jahre alt und gehe in die Klasse von Frau Vogler. Ich kann nur wenige Wörter sprechen, deshalb kann ich Gebärden und habe einen Talker, der für mich spricht.

Ein Talker ist ein elektronisches Sprachausgabegerät. Er spricht für mich, wenn ich auf ein Feld auf dem Talker drücke. Einmal in der Woche kommt Christina Trost. Sie studiert in Freiburg an
der Katholischen Hochschule. Ihr Studienfach ist Heilpädagogik mit Schwerpunkt "Unterstützte Kommunikation". In der"UK-Stunde" lernen wir mit dem Talker und durch Gebärden zu sprechen. Wir re-
den mit dem Talker über das Wochenende und üben neue Gebärden.Der Umgang mit dem Talker ist schwierig und deswegen muss man es erst lernen.

Ich finde Gebärden manchmal einfacher, weil sie leichter zu merken sind und ich damit schneller sprechen kann als mit dem Talker. Außerdem hat man die Gebärden im Kopf und muss sie nicht wie
den Talker in einer Tasche durch die Gegend Iragen. Aber der Talker ist wichtig, weil nicht alle Menschen Gebärden verstehen können. Außerdem arbeilen Fr. Trost und ich jetzt an einem "ICH-Buch". in
dem alle wichtigen Sachen stehen, die mich beireffen: Meine Familie. Freunde. Hobbys und was ich sonst so gerne mag. Auch damit kann ich kommunizieren, wenn mein Talker mal nicht zur Hand ist oder ich von etwas erzählen möchte, das nicht im Talker eingespeichert ist.

Anika