Der Floßbau

Ende der fünften Klasse planten wir eine Schulübernachtung. Alle von uns waren sehr aufgeregt. Wir dachten nur noch an die Übernachtung und wollten keinen Unterricht mehr machen. Endlich war es so weit. Wir mussten Waschzeug, Schlafzeug und was man sonst noch zum Übernachten braucht mitnehmen. Zuerst mussten wir Holz in den Werkraum schleppen. Dann mussten wir mit einem „Klassenstift“ H5 schreiben. Der „Klassenstift“ war ein Stift an dem mehrere Schnüre befestigt waren. Zuerst klappte es gar nicht. Doch dann ging es sehr gut. Nun ging es weiter. Wir sägten, bohrten, schraubten und schließlich gönnten sich manche aus der Klasse eine Trink-Ess-Kurzentspann-Pause. Kurze Zeit später holten wir Kanister und stellten sie kurz ab, denn wir mussten zuerst  den „Umriss“ bauen. Das heißt wir sägten das Holz zurecht, so dass immer außen zwei Seiten gleich lang waren. Jetzt mussten die Kanister hineingelegt und dann noch Latten auf die Latten an den Seiten geschraubt werden. Als das getan war, war das Floß fast fertig. Wir mussten es nur noch nach oben aus dem Werkraum nach oben transportieren und schleifen. Allerdings mussten wir uns mit den Schleifmaschinen abwechseln denn es gab nur drei Schleifmaschinen und wir waren insgesamt sieben Schüler. Nebenbei malte Angela eine Flagge für unser Boot. Als auch diese Arbeit getan war, luden wir das Floß in einen Anhänger. Danach gingen wir zurück in den Werkraum und besprachen den Tag. Kurze Zeit später aßen wir das eigentliche Mittagessen zu Abend. Es gab Nudelauflauf. Es gab eine Schülerin/ einen Schüler, der geheim bleiben möchte, der bestimmt fünf Teller davon aß. Nach dem Mittagessen machten wir ein Lagerfeuer, an dem wir Stockbrot brieten und Gruselgeschichten erzählten. Zum Nachtisch gab es Eis (Danke Frau Fiedler!) und als das gegessen war, richteten wir unseren Schlafplatz. Es war schon ziemlich dunkel und wir machten eine kleine Nachtwanderung. Obwohl sich der ein oder andere ziemlich gefürchtet hat, brachten alle den Mut auf, sich in den dunklen Wald zu wagen. Wir entdeckten keine gefährlichen Tiere, lediglich ein Glühwürmchen und einen Hasen, der uns erschreckte. Danach machten wir uns fertig und gingen ins „Bett“. Das Bett bestand aus unsere Isomatte und unserem Schlafsack. Wir konnten viele Sterne am Himmel sehen. Am nächsten Morgen gab es von der Großküche ein sehr reichhaltiges Frühstück und ein Lunchpaket (Danke!). Als alle aufgegessen hatten, gingen wir zum Kanuverein Kollnau, um unser Floß einzuweihen. Und was für ein Glück! Das Floß schwamm. Zuerst mussten wir nur mithilfe des Floßes das andere Ufer erreichen. Gar nicht so einfach, aber gemeinsam haben wir es geschafft. Dann liehen wir uns Paddel und Schwimmwesten vom Kanuverein (Danke!). Wir machten die Elz unsicher, sprangen an einer tiefen Stelle vom Floß ins Wasser und hatten viel Spaß.  Zwischendrin aßen wir unsere Lunchpakete. Als wir wieder im Wasser waren, stellten wir fest, dass vom Gewicht her sogar noch mehr Personen auf das Floß gepasst hätten. Dann fuhren wir wieder in die Schule. Dort angekommen, machten wir eine Art Plakat mit Zielscheibe, auf dem stand: Zusammenarbeit, Floß, Anleitung und mein Beitrag. Wir bekamen Sterne zum Aufkleben und sollten sie einkleben. Entweder weiter außen (hat nicht so gut geklappt) oder innen (war sehr gut) einkleben.  Auf das Floß waren wir alle ziemlich stolz. Das war ein schönes „Abschluss-Erlebnis“ der Klasse  H5

Lester Wollny