Die Fühler ausstrecken

...und mit der Welt in engen Kontakt treten

Überall dort, wo die Grenzen des Klassenzimmers überschritten werden, öffnet sich der Unterricht für Neues. Eine gute Sonderschule muss dem pädagogischen Anspruch gerecht werden, immer wieder Bezüge nach außen herzustellen, Kontakte mit Vereinen, Jugendgruppen oder anderen Schulen anzubahnen. Das kann eine schulübergreifende Schulband, ein gemeinsamer Schullandheimaufenthalt oder ein Ausflug mit der Kooperationsklasse sein. Die „Welt da draußen“ wird so zur eigenen, selbst erlebten Welt. Das sehbehinderte Kind erfährt sich als gleichwertiger Teil der Gesellschaft.

So erleben behinderte und nichtbehinderte Kinder, was es heißt, verschieden zu sein und doch viele Gemeinsamkeiten zu haben. Die Kinder erleben ihre Sehbehinderung als eines ihrer individuellen Persönlichkeitsmerkmale, die zu erkennen und anzunehmen gilt.

Die Fühler auszustrecken heißt für uns aber auch, dass wir -  wo immer es geht – die Türen von Internat und Schule für unsere Mitmenschen öffnen, sie zu Veranstaltungen einladen und sie so erleben lassen, was es heißt, eine besondere Schule zu sein.