Psychologischer Dienst

Unsere Einrichtung verfügt über eine Psychologenstelle, die von zwei Psychologinnen (approbierte Psychotherapeutinnen) in Teilzeit besetzt wird. Ihre Aufgaben umfassen Krisenintervention, psychologische Beratung und Therapie, Unterstützung in diagnostischen Fragestellungen, Fallbesprechungen und Gesprächsmoderation, Fortbildung für Mitarbeiter/innen sowie konzeptionelle Weiterentwicklung der Schule.

Carola
Carola v. Zülow
Diplompsychologin
Tel. 07681-2005-301

Psychologie@sbbzint-wk.kv.bwl.de

 

Kathrina
Kathrina Bürck
Diplompsychologin
Tel. 07681-2005-304

Psychologie@sbbzint-wk.kv.bwl.de

Sie sind eingebunden in die Strukturen und das Leben in der Schule und nehmen an schulischen Veranstaltungen wie z.B. Schulfesten oder Elterntagen teil. Dadurch stehen sie in engen Kontakt mit Schüler/innen, Eltern, Kolleg/innen und der Schulleitung, was eine Kontaktaufnahme erleichtert und ein niedrigschwelliges psychologisches Angebot ermöglicht.

Die Psychologinnen bieten bei Bedarf Unterstützung an für

Schülerinnen und Schüler
ihre familiären Bezugspersonen
pädagogische Mitarbeiter/innen der Sehbehindertenschule, auch im Rahmen der Frühförderung
und der inklusiven Beschulung

Sie sind Ansprechpartnerinnen für Fachkräfte und Institutionen, die mit der Schule kooperieren, z.B. Schularzt, Augenärzte, Krankengymnasten, Heilpädagogen, Logopäden, etc.

Die Inanspruchnahme der psychologischen Beratung und Unterstützung ist freiwillig und kostenlos.

Aufgabenbereiche

Krisenintervention

Bei akuten Krisen eines Kindes oder Jugendlichen bzw. in dessen familiären Umfeld dient die Krisenintervention der Entlastung. Es werden konkrete Möglichkeiten zur Bewältigung der Krise erarbeitet.

Psychologische Unterstützung von Kindern und Jugendlichen

Manche Kinder brauchen über die sonderpädagogische Förderung hinaus eine psychologische Unterstützung, um schulisches Lernen und eine gesunde sozial-emotionale Entwicklung zu gewährleisten.

Angeboten werden therapeutische Gespräche, Personzentrierte Spieltherapie und verhaltenstherapeutisches Training. Die Psychologinnen verfügen über abgeschlossene Ausbildungen in Personzentrierter Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen und in Verhaltenstherapie sowie über vertiefte Kenntnisse in systemischer und Kurzzeittherapie.

In der personzentrierten Spieltherapie hat das Kind die Möglichkeit, seine Themen, Wünsche und Bedürfnisse im Spiel auszudrücken und im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung neue Verhaltensweisen auszuprobieren.

Die Verhaltenstherapie setzt den Schwerpunkt eher auf das konkrete Erlernen und Einüben von erwünschtem Verhalten.

Unabhängig von der therapeutischen Methode ist die Orientierung an den Ressourcen der Kinder und die Stärkung ihrer Veränderungsmotivation ein wesentlicher Bestandteil der psychologischen Behandlung. Ein weiterer Schwerpunkt der Therapie ist die Umsetzung des Erlernten in den Alltag. Je nach Alter des Kindes findet daher eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und pädagogischen Bezugspersonen statt.

Beratung und Unterstützung der Eltern

Haben Eltern aufgrund der Behinderung ihrer Kinder oder bei Erschwernissen anderer Art ein Anliegen, können auch sie psychologische Beratung bei unseren Psychologinnen in Anspruch nehmen.

Fallbesprechungen mit Erzieher/innen und Lehrer/innen

In regelmäßigen Fallbesprechungen unterstützen die Psychologinnen Lehrer/innen und Erzieher/innen in der Förderung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen.

Gesprächsmoderation bei Konflikten

Die Psychologinnen können angefragt werden, schwierige Gespräche zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften zu moderieren und eine Konfliktlösung zu unterstützen.

Diagnostik

Die Psychologinnen werden angefragt zur ergänzenden Beurteilung des sonderpädagogischen Förderbedarfs, z.B. bei Einschulungen, internen Umschulungen oder zur Abklärung von Teilleistungsschwächen. Sie führen dann je nach Fragestellung Testverfahren aus der Entwicklungs-, Intelligenz- und Leistungsdiagnostik oder Schulleistungstests durch. Diese werden in der Durchführung und Auswertung an die jeweilige Sehbehinderung des Kindes angepasst.

Für Fragen zur emotionalen und sozialen Entwicklung eines Kindes wenden die Psychologinnen neben Verhaltensbeobachtung und Anamnese, Verfahren der Klinischen und Persönlichkeitsdiagnostik an.

Ziel der Diagnostikist es, gemeinsam mit Pädagogen und Eltern individuelle Förderpläne für die schulische, emotionale und soziale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu erstellen. In gemeinsamen Fallbesprechungen werden die Beobachtungen zusammen getragen und die weitere Förderung geplant.

Fortbildung der Mitarbeiter

Die Psychologinnen führen interne Fortbildungen zu psychologischen Fragestellungen durch, die sich aus der sonderpädagogischen Förderung ergeben, z.B. zu den Themen Autismus, Lösungsorientiertes Vorgehen,  Erziehungspartnerschaft und Förderplangespräche.

Konzeptionelle Weiterentwicklung

Die Psychologinnen bringen ihre Fachkompetenz ein in Arbeitsgruppen zur schulischen konzeptionellen Weiterentwicklung. Aktuell arbeiten sie an folgenden Themen mit: Sexualpädagogik, Umgang mit Schwerstmehrfachbehinderten, schulische Förderung bei Autismus, soziales Lernen.